Smart-City-Apps im Vergleich: Wegweiser für Kommunen
„Smart-City-Apps – Möglichkeiten und Lösungen“ ist eine neue Publikation aus der Begleitforschung der Modellprojekte Smart Cities (MPSC), herausgegeben vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und erarbeitet vom Fraunhofer Institut für experimentelles Software Engineering (IESE). Sie soll als Leitfaden für Kommunen dienen und dabei helfen, eine geeignete Smart-City-App auszuwählen, die die jeweiligen Anforderungen und Bedürfnisse erfüllen kann.
Smart-City-Apps sind ein hilfreiches Tool für Kommunen und für Bürgerinnen und Bürger. Sie erleichtern den Zugang zu Informationen und Dienstleistungen der jeweiligen Stadt oder Gemeinde. Dabei ist ein breites Spektrum verschiedener Funktionen verfügbar, darunter zum Beispiel Mängelmelder, Veranstaltungskalender oder Push-Benachrichtigungen. Eine interessante Möglichkeit ist die Anbindung der Apps an urbane Datenplattformen. Dadurch können Echtzeitdaten zu beispielsweise Wetter, freien Parkplätzen oder ÖPNV-Fahrtzeiten direkt in die App integriert werden.
Auch innovativere Ansätze sind bereits auf dem Markt: In der Fichtel-App können Nutzerinnen und Nutzer für den Besuch von Sehenswürdigkeiten Punkte erhalten und damit in Levels aufsteigen und sich mit der Community vergleichen. Künftig sollen die Punkte sich in Coupons umwandeln lassen. Weitere Smart-City-Apps sind zum Beispiel die Heimat-InfoApp, DorfFunk oder die Soest-App.
Ein Kriterienkatalog soll Kommunen dabei unterstützen, die für sie richtige Anwendung auszuwählen. Dadurch können Zeit gespart und Fehlinvestitionen vermieden werden. Zu berücksichtigende Kriterien für Kommunen bei der Auswahl sind unter anderem Datenschutz, Barrierefreiheit, technische Infrastruktur und langfristige Betriebskosten.
Die vorliegende Studie biete eine Hilfestellung zur Wahl einer geeigneten Lösung, die auf die individuellen Bedürfnisse einer Kommune ausgerichtet ist, so Natalie Meides, Smart-City-Engineer am Fraunhofer IESE und Autorin der Handreichung.